WILLKOMMEN BEI DER EVANGELISCH-LUTHERISCHEN KIRCHE IN NAMIBIA

WILLKOMMEN BEI DER

Evangelisch-Lutherischen Kirche in Namibia

Evangelisch-Lutherische
Kirche in Namibia

Slide background
Slide background
Slide background
Slide background
Slide background
Slide background
Slide background
Slide background
Slide background

Gemeinde Windhoek

Weihnachtsbrief Bischof Brand

Weihnachtsbrief-1

Liebe Mitglieder unserer ELKIN(DELK),

Weihnachtsbrief BildWas wird da nicht alles in die Welt posaunt? Fake-News – ein Unwort der vergangenen Jahre; da posaunen Politiker, Werbeagenturen und Meinungsmacher Nachrichten in die Welt, von denen sie wissen, dass sie nicht stimmen. Vertrauliche Dinge werden so manches Mal zur Selbstprofilierung auf peinliche Art und Weise herausposaunt. Und dann gibt es die „postfaktischen“ Posaunentöne. Der Begriff „postfaktisch“ ist zum „Wort des Jahres“ 2016 gekürt worden. In politischen und gesellschaftlichen Diskussionen gehe es zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten, erklärte die Gesellschaft für deutsche Sprache. Damit vollzieht sich ein tiefgreifender Wandel im politischen Gespräch. Menschen äußern ihren Widerwillen gegen „die da oben“, indem Tatsachen ignoriert und offensichtliche Lügen akzeptiert werden, weil man das so „fühlt.“ Und so wurde auf diesem Wege „postfaktisch“ zum Wort des Jahres gekürt.

Und nun steht einer auf unserem Bild und posaunt. Im fernen Hintergrund eine Andeutung der Stadt – Bethlehem. Im nahen Hintergrund der Stall – Geburtsort Jesu, eindeutig gekennzeichnet durch Stern und Erleuchtung der Krippe selbst. In den Himmel hinein posaunt ein Engel – er selbst kam vom Himmel herab. Die Botschaft, die hier herausposaunt wird, verwirklicht sich also im Hin und Her zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und Mensch. Fake-News – sagen da ganz viele Menschen. Wer glaubt denn noch an so etwas, posaunen sie ihren Unglauben in die Welt, und feiern fröhlich Weihnachten. Fake-News – eine Engelsbotschaft, ein Wort von Gott in unserer kaputten Welt?

  • Verkehrstote sind in dieser Zeit die namibische Realität;
  • Trockenheit beschäftigt die Gemüter;
  • die Maßlosigkeit der Bodensteuer steht zur Diskussion;
  • Politik mit rassistischen Untertönen frustriert und verunsichert...!

Was posaunt uns da ein Weihnachtsengel? Es ist eine Posaune des Widerstandes:

  • gegen die Mächte der Verzweiflung erklingt ein Ton der Hoffnung;
  • gegen einen Geist der Furcht erklingt Gottes „ich bin bei euch alle Tage“;
  • gegen den Pessimismus erklingt ein Ton der Freude und Zukunft

Der Posaunenspieler – der Bote Gottes – steht in dieser Welt; die uns bekannte Welt wird nicht ausgeblendet. Und genau in dieser Welt soll es Weihnachten werden. Gottes Inkarnation

  • heißt Jesus Christus – „der Heiland ist geboren, freu dich du Christenheit“;
  • heißt Gott lässt sich zu uns herab;
  • heißt Gott lässt sich auf uns ein.

In der Dunkelheit der Welt – das zeigt uns das Bild in aller Deutlichkeit – leuchtet ein Licht auf, die Welt wird bunter, fröhlicher, das Lied lautet: „Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ (Lukas 2,10f.)

Mit dieser guten Nachricht im Herzen, mit einem Blick auf die Zukunft Gottes, mit festem Boden unter den Füßen schaue ich auch gern zurück auf das vergangene Jahr in unserer Kirche: Die Vorbereitungen auf und Durchführungen der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes haben viel Kraft, Zeit und Geld beansprucht; gleichzeitig darf ich berichten, dass viele unserer Gemeindeglieder mit großer Freude am Gottesdienst im Stadion teilgenommen, von der Chorarbeit profitiert, Menschen aus allen Kontinenten kennengelernt und sich als Mitarbeiter/innen während der Tagung eingebracht haben. Es hat sich gelohnt: Wir durften erfahren, dass wir als kleine Kirche Teil des großen Ganzen sind.

Im September tagte unsere Synode. Berichte, Bilder, Beschlüsse – dieses alles war und ist auf der Internetseite unserer Kirche zu finden. Was sich allerdings nicht durch Wort und Bild widergeben lässt, war das gute, konstruktive, kritische und mutmachende Miteinander während der Tagung. Ich habe wieder erlebt, dass unsere Kirche erfreulich bunt ist. Es wird an uns allen liegen, die bunte Vielfalt wahrzunehmen und anzunehmen.

Das Stichwort „Internet“ ist gefallen. Mit großem Elan wurde die existierende Webseite unserer Kirche neugestaltet. Sie ist informativ, ansprechend, einladend und enthält viele Möglichkeiten, das Bestehende auszubauen und zu vertiefen. Anklicken! Es lohnt sich. www.elcin-gelc.org

Im Gottesdienstleben unserer Kirche hat sich viel getan – Gott sei Dank! Unterschiedliche Formen der Gottesdienste, eine Vielzahl der Gottesdienstorte, vermehrte Mitarbeit am gottesdienstlichen Geschehen – das alles gehört dazu. Bei Pfarrkonventen werden diese Innovationen berichtet, diskutiert und durch das Mitteilen entsteht auch ein freudiges Teilen. Des Weiteren ein Dank an Laienprediger/innen, die sich haben fortbilden lassen und ihren Gemeinden in der Verkündigung dienen; den Rundfunkprediger/innen, die es uns ermöglichen, in die Küchen, Wohnzimmer und Autos unserer Hörer/innen zu kommen; den Autoren/innen, die mit pfiffigen Andachten in der AZ einen wichtigen Akzent setzen.  Neues Liedgut wird erprobt, Musikgruppen musizieren gemeinsam, die Singwoche durfte mit zwei Kirchenmusikern aus Deutschland Neues erarbeiten und von der Chorarbeit profitieren. Wir durften viel Segen erfahren – wir haben Grund zu viel Dank!

Wir sind als Kirche auf verschiedenen Ebenen ökumenisch vernetzt. Dankbar sind wir für manche Unterstützung der VELKD und EKD in Deutschland – und freuen uns, dass eine Delegation des Rates der EKD unsere Kirche im März 2018 besuchen möchte. In der VELKSA sind wir gemeinsam bemüht, für angehende Theologiestudenten einen guten Standort, eine vernünftige Ausbildung und eine gute geistliche Begleitung zu finden – an der Universität Stellenbosch sind wir fündig geworden. Allerdings fehlen die Theologiestudenten – besonders aus der ELKIN(DELK). Wenn es uns nicht gelingt, Pfarrer/innen aus eigenen Reihen heranzubilden, sieht es für die pfarramtliche Versorgung unserer Gemeinden in Zukunft schlecht aus! Sodann sind wir als lutherische Kirchen im UCCNELC und als Kirchen des Landes beim CCN tätig. Leider hat es nach der Vollversammlung des LWB im UCCNELC erst einmal eine große Flaute gegeben, obwohl viele wichtige Themen zur Diskussion anstehen. Beim CCN diene ich seit der Jahreshauptversammlung auf der Exekutive; unser Hauptgeschäft besteht darin, den CCN finanziell zu sanieren. In vergangenen Jahren wurde diese Organisation derart heruntergewirtschaftet, dass sie sich ihrer eigentlichen Aufgaben gar nicht mehr annehmen kann. Das soll sich ändern!

Mit diesen kleinen Einblicken, Rückblicken und Ausblicken wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes Christfest, fröhliche Gottesdienste zum Jahreswechsel – und dann viel Kraft und Mut für 2018

Euer Burgert Brand, Bischof ELKIN/DELK

Brief als pdf zum download (Adobe PDF file icon 32x32546Kb)

Das Geschenk des Himmels
Kinderbibelwoche in Swakopmund

Aktuelle Abkündigungen

Kalender Windhoek

Oktober   2018
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31